Krankenkasse
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Informationen rund um die Krankenkasse 

Nutzen Sie diese Informationen, um sich auf das Gespräch mit einem Versicherungsberater vorzubereiten. Die wichtigsten Punkte sind übersichtlich entlang von sechs Dimensionen dargestellt.

Was ist eine Krankenkasse bzw. Krankenversicherung?

Es gibt zwei Arten von Krankenversicherung – eine gute Kombination beider schützt Sie im Krankheitsfall ab.

Die obligatorische Krankenversicherung (KVG) stellt die Grundlage für medizinische Behandlung im Krankheitsfall oder Unfall dar. Somit wird sichergestellt, dass jeder Bewohner in der Schweiz (egal ob Schweizer oder Ausländer) die notwendige medizinische Versorgung erhält, welche viele Heilungsarten vorsieht.

Die freiwilligen Zusatzkrankenversicherungen (VVG) ergänzen den Leistungsumfang. Hier werden je nach Umfang zum Beispiel Zahnbehandlungen vergütet oder eine freie Arztwahl sowie ein Einzel- oder Mehrbettzimmer im Spital garantiert. Auch wer alle Medikamente einsetzen möchte (z.B. alternative Medizin) muss eine Zusatzversicherung abschliessen


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Obligatorische Grundversicherung

Alle Personen die sich in der Schweiz aufhalten müssen sich nach spätestens 3 Monaten bei einer Krankenkasse versichert haben.

Eltern müssen Ihre Kinder bis spätestens 3 Monate nach der Geburt bei einer Kasse gemeldet haben.



Zusatzversicherungen

Erwachsene sollten die eine oder andere Zusatzversicherung abschliessen. Die Strategie, erst im (drohenden) Krankheitsfall eine Versicherung abzuschliessen, funktioniert nicht. Die Krankenkassen nehmen z.B. Personen, welche über 55 Jahre alt sind, oft nicht mehr auf oder machen grosse Vorbehalte.

Frauen mit Kinderwunsch müssen mind. 1-2 Jahre schon Prämie für die Zusatzversicherung „Mutterschaft“ bezahlt haben, sonst gilt die Zusatzversicherung nicht (Sperrfrist).

Junge Personen sollten sich gut überlegen, schon früh eine Zusatzversicherung abzuschliessen. Sobald eine chronische Krankheit (z.B. Tinnitus oder Rückenschmerzen) eintreten, kann diese nie mehr versichert werden – d.h. Spezialärzte müssen dann oft selber bezahlt werden.

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Krankheiten sind sehr unterschiedlich und vielseitig. Die obligatorische Grundversicherung übernimmt die Kosten für das „typische Gesundwerden“ – schränkt Sie aber stark ein (z.B. bei der Wahl von Spezialisten, bei der Prävention, im Ausland, beim Komfort, etc.).


Anbei finden Sie die Liste mit den Leistungen, welche Sie aus der obligatorischen Grundversicherung erhalten
  • Behandlung durch Ärzte, Pflegepersonal (im Spital), Chiropraktikern und Hebammen
  • Spitalsaufenthalt im Mehrbettzimmer (Allg. Abteilung zu Tarifen vom Wohnkanton)
  • Behandlung im Ausland bei Notfällen, jedoch nur höchstens der doppelte Tarif des Wohnkantons
  • Behandlung durch Angehörige von Pflegeberufen (z.B. Physiotherapeut), wenn von Arzt verordnet
  • Medizinische Rehabilitation bei „Spitalbedürftigkeit“
  • Spitex-Massnahmen, wenn von Arzt verordnet
  • Medikamente, die vom Arzt verschrieben wurden und auf der Spezialitätenliste stehen
  • Vorsorgeuntersuchungen für Neugeborene und Kinder im Vorschulalter in einem festgesetzten Umfang; Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung zunächst zwei Jahre hintereinander, dann alle 3 Jahre; Mammografie unter bestimmten Umständen; Impfungen in speziellen Programmen (keine Reiseimpfungen!)
  • Schwangerschaft: bei normal verlaufender Schwangerschaft sind 8 Kontrollen und zwei Ultraschalluntersuchungen sowie die Kosten der Geburt gedeckt
  • Straflose und legale Schwangerschaftsabbrüche
  • Kosmetische Eingriffe, jedoch nur bei „Krankheitswert“

Anbei finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Zusatzversicherungen, welche von den Krankenversicherungen für zusätzliche Bedürfnisse angeboten werden
  • Spital-Zusatzversicherung halbprivat/ privat (freie Spitalwahl in der Schweiz, Einer- oder Zweierzimmer, freie Arztwahl) oder flex – entweder „Privatzimmer“ oder „freie Arztwahl“
  • Alternativmedizin
  • Nicht kassenpflichtige Medikamente (Medikamente, die noch nicht die Voraussetzungen für eine Rückerstattung durch die Grundversicherung erfüllen, z.B. teure Krebsmedikamente)
  • Nicht ärztliche Psychotherapie
  • Zahnbehandlungen
  • Zahnfehlstellungs-Korrekturen bei Kindern
  • Brillengläser und Kontaktlinsen
  • Beiträge an Vorsorgeuntersuchungen
  • Auslandsreisen
  • Rettungen und Transporte
  • Pflegeversicherung
  • Beiträge an Fitnesscenter

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Jeder braucht eine Krankenversicherung und alle zahlen sehr viel Geld dafür. Leider ist die Realität so, dass ca. 75% der Versicherten entweder zu viel für die Grundversicherung bezahlen und oder die falschen Zusatzversicherungen abschliessen. Die neutralen Checks von bfox helfen Ihnen, Ihre Versicherung zu optimieren!

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Sinnlos hohe Kosten: Zu wenige Schweizer wechseln die Grundversicherung und zahlen viel zu viel. Wir helfen Ihnen beim Wechsel und Sie profitieren vom Ersparten!

Service Einschränkungen: Auch bei der Grundversicherung gibt es beim Service Unterschiede (hingegen nicht bei den medizinischen Leistungen). So dürfen Sie z.B. die Arztrechnungen erst einreichen, wenn Ihre Franchise erreicht ist oder z.B. bei Sanitas Compact One muss die Korrespondenz online sein.

Sinnlose Zusatzversicherungen: Aufgrund Ihrer Vielseitigkeit und Kleinteiligkeit sind Zusatzversicherungen oft intransparent und können leicht zahlreiche Leistungen beinhalten, die Sie gar nicht benötigen, für die Sie aber bezahlen – lassen Sie sich umfassend beraten.

Zusatzversicherung „Ganze Schweiz Allgemein“. Diese ist eine der häufigsten abgeschlossenen Zusatzversicherungen. Im Zuge der Umstellung auf Fallpauschalen wird jedoch ab 2012 die Behandlung in Spitälern der ganzen Schweiz durch die Grundversicherung gedeckt. Allerdings nur bis zur Höhe, in der die gleiche Behandlung im Wohnkanton kosten würde. Die Mehrkosten müssen Patienten selber tragen. Eine Zusatzversicherung „Ganze Schweiz Allgemein“ lohnt sich also nur noch für Bewohner eines „günstigen“ Wohnkantons, um mögliche Deckungslücken zu vermeiden.

CHF 300 Franchise: Tönt gut, rechnet sich aber oft nicht. Da die Prämien mit höheren Franchisen viel tiefer sind, müssen Sie jedes Jahr extrem häufig zum Arzt, damit sich eine CHF 300 Franchise rechnet. Junge und Gesunde fahren fast immer mit einer CHF 2‘500 Franchise günstiger!

Sechs Punkte, die jeder zum Thema Krankenkasse wissen muss:

  1. Die Grundversicherung kann man jedes Jahr wechseln und man wird immer aufgenommen
  2. Bei der Grundversicherung ist der Leistungsumfang bei allen Krankenkassen gleich – d.h. es gibt keinen Unterschied ob ein Medikament oder ein Arztbesuch bezahlt wird
  3. Es gibt viele Sparmöglichkeiten – aber nur wenn man sich etwas einschränkt (z.B. man darf den Arzt dann nicht frei wählen) oder wenn man eine höhere Franchise selber zahlt
  4. Die Zusatzversicherungen sind von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich – eine genaue Analyse, was Sie wirklich brauchen, ist enorm wichtig
  5. Wenn Sie jung und gesund sind können Sie die Zusatzversicherung ohne Vorbehalt abschliessen und wechseln – später nicht mehr. Die Krankenkassen müssen Sie dann nicht mehr aufnehmen. Dies ist anders als bei der obligatorischen Versicherung, dort müssen die Krankenkassen jeden versichern
  6. Eine gute Analyse hilft Ihnen Geld zu sparen und eine bessere Leistung zu erhalten – oft überlegt man sich länger welches T-Shirt man kauft als dass man sich überlegt, welches Krankenkassenangebot einem am besten helfen kann.

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Das richtige Modell: Wenn Sie sich beim ersten Ansprechpartner im Krankheitsfall einschränken, sparen Sie Prämien – diese drei Modell werden angeboten:

  • a)  Hausarztmodell: Der Hausarzt (aus Liste der Kasse zu wählen) ist die erste Kontaktperson und koordiniert alle weiteren medizinischen Behandlungen, z.B. Überweisung an Spezialisten. Sollten Sie über das Hausarztmodell versichert sein und sich von einem Spezialisten ohne Wissen des Hausarztes behandeln lassen, muss die Krankenkassen die Kosten nicht vergüten (gilt auch für HMO- bzw. Telemedizin-Modell).
  • b)  HMO-Modell (Health Medical Organization): Ähnlich dem Hausarztmodell verzichtet man auf die freie Arztwahl. Man verpflichtet sich, im Krankheitsfall stets dieselbe Gemeinschaftspraxis (HMO) aufzusuchen, deren Ärzte die medizinische Versorgung übernehmen bzw. bei Bedarf an andere Einrichtungen verweisen.
  • c)  Telemedizin: In diesem Fall ist vor jeder medizinischen Behandlung eine Telefonhotline als vorgängige telefonische Beratung zu kontaktieren.

Richtige Franchise: Wählen Sie die richtige Franchise basierend auf der Prämiendifferenz und Ihren Gesundheitskosten. Oft ist die CHF 2‘500 Franchise die günstigste Variante (leider rechnet man die optimale Franchise meist falsch…)

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FAQs

Was ist die obligatorische Grundversicherung?

In der obligatorischen Grundversicherung werden die wichtigsten medizinischen Versorgungen gedeckt. Das Gesetz schreibt dabei den Krankenkassen verbindlich vor, welche Leistungen sie zu erbringen haben. Der Wechsel von einer Kasse zur anderen steht dem Versicherten per Ende Jahr frei, selbst wenn keine Prämienerhöhung angekündigt wird. Jeder muss von der Versicherung aufgenommen werden. Wichtig: Ein Prämienvergleich nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, sollte aber jedes Jahr vorgenommen werden – fast jeder kann so jährlich viel Geld sparen!

Welches Modell soll ich bei der Grundversicherung wählen?

Es macht viel Sinn mit einem Modell Geld zu sparen. Unser online Check hilft Ihnen dabei, mit einfachen Fragen herauszufinden, welches Modell für Sie am besten passt.

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Was ist eine Zusatzversicherung?

Im Gegensatz zur Grundversicherung steht es den Anbietern von Zusatzversicherungen relativ frei, welche Leistungen in ein Angebot verpackt werden. Eine Zusatzversicherung macht für viele Personen viel Sinn, denn Spitalaufenthalte, Prävention, medizinische Versorgung im Ausland, alternative Medizin, etc. sind oft nur ungenügend in der Grundversicherung gedeckt.

Welche Franchise brauche ich in der Grundversicherung?

Die Franchise regelt die Kosten, welche Sie zuerst übernehmen müssen bevor die Krankenkasse bezahlt. Übersteigen die Kosten die vereinbarte Franchise, übernimmt die Krankenkasse die weiteren Kosten, abzüglich eines Selbstbehaltes von 10 Prozent. Wer eine tiefe Franchise von CHF 300 wählt zahlt aber auch deutlich mehr Prämie. Am Ende muss man oft feststellen, dass die meisten Personen mit einer CHF 2‘500 Franchise tiefere Gesundheitskosten haben, als Personen mit einer CHF 300 Franchise.

Gemäss Untersuchungen des KTipp machen die Franchisen 500 bis 1‘500 kaum Sinn.

Ich wurde nun doch oft krank. Wie hoch ist das Risiko bei einer hohen Franchise?

Das Risiko ist klein – auch wenn man denkt es sei hoch. Es ist eben nicht die Differenz zwischen CHF 2‘500 und 300 (CHF 2‘200), denn Sie hätten mit einer CHF 300 Franchise deutlich mehr Prämie bezahlt (z.B. CHF 1‘300 mehr Prämie). D.h. Wenn Sie mal Pech haben, dann bezahlen Sie meist nur ein paar hundert Franken mehr – und wenn Sie gesund bleiben sparen Sie oft mehr als CHF 1‘000!

Wie kann ich die Krankenkasse wechseln?

Der Prozess ist einfach – ein einfaches Kündigungsschreiben genügt! Am wichtigsten ist, das richtige Angebot zu finden. Wichtig ist auch noch vor allem, dass Sie die Kündigungsfristen einhalten. Sie müssen die obligatorische Krankenversicherung bis zum 31.11. und die Zusatzversicherung bis zum 30.09. kündigen!

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Kann ich von der Prämienpflicht befreit werden?

Das KVG sieht für Männer und Frauen die Militärdienst leisten eine Regelung vor, wonach keine Krankenkassenprämien zu entrichten hat, wer länger als 60 Tage ununterbrochen Dienst leistet. Das gilt beispielsweise für Rekruten oder Durchdiener. Diese Angehörigen der Armee sind der Militärversicherung angeschlossen und kommen in den Genuss des Prämienerlasses, wenn sie der eigenen Krankenkasse eine Kopie des Marschbefehls einreichen.

Für minderbemittelte Menschen besteht die Möglichkeit, bei der Sozialversicherungsanstalt (www.sva.ch) Antrag zur Prämienverbilligung zu stellen. Beantragt werden muss die Verbilligung vor dem 31.07. Diese Frist ist unaufschiebbar und muss mit dem entsprechenden Formular an die örtliche Gemeindezweigstelle gerichtet werden. Gute Chancen auf Verbilligung haben Personen und Familien, deren Jahreseinkünfte unter CHF 36‘000 liegen. Weitere Informationen zur Prämienverbilligung erteilt ebenfalls die Sozialversicherungsanstalt.

Muss ich mich gegen Unfall versichern?

Wenn Sie mehr als 8 Stunden bei einem Arbeitgeber angestellt sind, brauchen Sie den Unfall nicht. Bei Anstellungen im Stundenlohn oder bei Teilzeitbeschäftigungen lohnt sich aber ein Blick in die Lohnabrechnung. Fehlt eine Bezeichnung wie „SUVA-Beitrag“, „Unfall-„ oder „Nichtbetriebsunfall“ müssen Sie handeln! In diesem Fall ist der fällige Betrag über die Krankenkasse abzurechnen. Eine doppelte Versicherung nützt übrigens nichts. Zahlen wird im Fall eines Unfalls immer nur eine Versicherungsanstalt.

Muss ich Grund- und Zusatzversicherung bei der gleichen Krankenkasse abschliessen?

Nein – Sie können es trennen. Dies macht insb. Sinn, wenn Sie aufgrund einer Krankheit die Zusatzversicherung nicht mehr wechseln können. Sparen Sie trotzdem Geld und wechseln Sie regelmässig die Grundversicherung. Klar, wenn Sie zwei Anbieter haben ist der Aufwand grösser – entsprechend sollten Sie Aufwand und Ertrag überlegen

Zwei Kassen für Grund- und Zusatzversicherung. Wem schicke ich die Rechnungen?

Wenn Sie Grund- und Zusatzversicherung bei unterschiedlichen Krankenkassen abgeschlossen haben, sollten Rechnungen zuerst an den Grundversicherer geschickt werden. Diesem ist mitzuteilen, dass Zusatzversicherungen bei einer anderen Kasse bestehen. Besteht ein Anspruch aus einer Zusatzversicherung erhält man die Rechnung und die Abrechnung des Grundversicherers zurück und beides kann anschliessend dem Erbringer der Zusatzleistungen weitergeleitet werden.

Neu in der Schweiz? Brauche ich eine Krankenversicherung auch wenn ich eine vom Ausland habe?

Ja – Sie brauchen mind. die obligatorische Grundversicherung. Diese müssen Sie innerhalb der ersten 3 Monate abschliessen – ansonsten verstossen Sie gegen das Gesetz! Sie können von dieser Pflicht ausnahmsweise befreit werden, wenn Sie sich z.B. In der Aus- und Weiterbildung befinden und eine gleichwertige Versicherung im Ausland vorweisen können. (Mehr Ausnahmen finden Sie auf www.kvg.org).

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Muss mich jede Krankenversicherung aufnehmen auch wenn ich schon krank bin?

Ja – aber nur bei der Grundversicherung. Entsprechend können und sollten Sie jedes Jahr die Preise vergleichen und wechseln.

Bei der Zusatzversicherung haben Sie ein Problem, dann diese wird sie nicht aufnehmen oder die bestehenden Krankheiten ausschliessen. D.h. sie müssen die Kosten für bestehende Krankheiten selber bezahlen oder können nur die Leistungen der Grundversicherung nutzen. Deshalb macht es oft Sinn, schon als junger, gesunder Mensch auch Zusatzversicherungen abzuschliessen.

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